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Palais Idéal

Auvergne-Rhône-Alpes / Frankreich

Der Palast des Postboten

Nachdem der Postbote Ferdinand Cheval über einen ungewöhnlich geformten Stein gestolpert war und diesen ausgegraben hat, beginnt er für seine Tochter Alice einen „idealen Palast“ zu bauen. Er baut seine Vorstellungen von fernen Ländern mit ein. Er läßt seine Ideen von Weltreligionen sowie seine Naturbeobachtungen in sein Bauwerk einfließen. Diese Arbeit wird ihn 33 Jahre lang beschäftigen. Dabei sammelt er auf seiner täglichen über 30 Kilometer langen Postroute, die er zu Fuß zurücklegt, besondere Steine. Oft geht er nach seiner zehnstündigen Runde noch einmal mit einer einfachen Holzschubkarre los, um die bereitgelegten Steine einzusammeln. Die eigentliche Arbeit an seinem Kunstwerk zieht sich zu jeder Jahreszeit meist bis tief in die Nacht.

Der gelernte Bäcker begann den Bau seines Palais Idéal 1879 im Alter von 43 Jahren.

Eine eingravierte Inschrift gibt wieder:

                 1879–1912, 10.000 Tage, 93.000 Stunden, 33 Jahre des Kampfes.

Der Palast ist das Lebenswerk von Ferdinand Cheval.

Mir fallen beim Betrachten spontan nur zwei Worte dazu ein:

                  Bewunderung und sehr große Ehrfurcht.

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